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title: ownCloud über WebDAV nutzen
description: Verbinde Datei-Clients und verstehe den Unterschied zwischen direktem WebDAV und der App-Sync-API.
order: 60
updated: 2026-10-18
keywords: webdav, dav, owncloud, remote.php, app passwort, desktop, propfind, mkcol, etag, dateizugriff
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## Welchen Zugang brauchst du?

Für eigene Datei-Clients verwendest du den WebDAV-Zugang von ownCloud mit deinem Cloud-Benutzernamen und einem eigenen App-Passwort. Browser-Apps mit Julianverse-Sync verwenden normalerweise die [Sync-API](/docs/entwicklung/api/) mit ihrem Bearer-Token.

Ein Julianverse-Access-Token der gewöhnlichen App ist kein universelles WebDAV-Passwort. Die Sync-API begrenzt den Zugriff auf freigegebene Datenarten der betreffenden App. Ein direkter Dateizugang kann entsprechend seinen Cloud-Rechten wesentlich mehr Dateien erreichen.

## App-Passwort erstellen

1. Melde dich unter [ownCloud](https://cloud.julianverse.de/) an, gegebenenfalls über den Julianverse-Login.
2. Öffne die persönlichen Sicherheitseinstellungen.
3. Erzeuge ein eigenes App-Passwort für den gewünschten Client und gib ihm einen erkennbaren Namen.
4. Trage Cloud-Benutzername und dieses App-Passwort im Client ein.
5. Widerrufe das App-Passwort in ownCloud, sobald der Client den Zugang nicht mehr benötigt.

Verwende den Cloud-Benutzernamen aus der Verbindung, nicht automatisch deine E-Mail-Adresse oder den Julianverse-Anzeigenamen. Ein eigenes App-Passwort je Gerät erleichtert den gezielten Widerruf.

## Die Serveradresse

Die installierte Verbindung verwendet diesen Aufbau:

```text
https://cloud.julianverse.de/remote.php/dav/files/DEIN_CLOUD_BENUTZER/
```

Kodierte Benutzer- und Dateipfade müssen zu deinem tatsächlichen Konto passen. Verwende für einen Client möglichst die WebDAV-Adresse, die ownCloud selbst in seiner Oberfläche anbietet. Manche Clients erwarten nur die Serverbasis und ermitteln den restlichen Pfad selbst.

## Ein lesender Test mit curl

Die folgende Anfrage listet die Eigenschaften des angegebenen Ordners. Ersetze den Beispiel-Benutzernamen an beiden Stellen. `curl` fragt das App-Passwort interaktiv ab; es steht dadurch nicht im Beispielbefehl.

```sh
curl --user 'DEIN_CLOUD_BENUTZER' \
  --request PROPFIND \
  --header 'Depth: 1' \
  --header 'Accept-Encoding: identity' \
  'https://cloud.julianverse.de/remote.php/dav/files/DEIN_CLOUD_BENUTZER/'
```

Ein erfolgreicher `PROPFIND` liefert üblicherweise `207 Multi-Status` mit XML. `GET` liest Dateien, `PUT` schreibt und `MKCOL` erstellt Verzeichnisse. Der [offizielle ownCloud-WebDAV-Leitfaden](https://doc.owncloud.com/server/10.15/user_manual/en/files/access_webdav.html) erläutert die Anbindung von Datei-Clients.

## App-Dateien und ETags

Synchronisierte JSON-Dateien liegen beispielsweise unter `Julianverse/startpage/notes.json` oder `Julianverse/APP-ID/notes.json`. Vorhandene Dateien dürfen nur mit der zuvor gelesenen Dateiversion aktualisiert werden: `If-Match` enthält den exakten starken ETag. Zum erstmaligen Erstellen dient `If-None-Match: *`.

Verwende beim Lesen `Accept-Encoding: identity`, damit komprimierungsabhängige ETags nicht unnötig abweichen. Ein `412` verlangt eine erneute Prüfung der Versionen. WebDAV-Dateien von Hand zu verändern kann in einer geöffneten App einen Konflikt auslösen.

## Umgang mit Zugangsdaten

Gib Cloud-App-Passwörter nicht an gewöhnliche Browser-Apps weiter. Halte sie aus JavaScript-Bundles, Repositories, URLs und Logs heraus. Widerrufene Account-Sitzungen ersetzen nicht den separaten Widerruf eines ownCloud-App-Passworts. Für die eigenen Browser-Integrationen sind Account-Panel und Sync-API vorgesehen.
